Durchatmen in den Heilbädern und Kurorten Baden-Württembergs

Thermenerlebnis für die ganze Familie in Baden-Württemberg

Häufig verbindet man Thermen mit Ruhe und Entspannung. Mittlerweile sind sie jedoch für viele Familien ein Ort für eine gemeinsame Auszeit geworden. Während die Kleinsten erste Erfahrungen im Wasser sammeln, entdecken ältere Kinder Rutschen, Spielbereiche oder nehmen an Schwimmkursen teil. Viele Thermen in Baden-Württemberg haben ihr Angebot darauf abgestimmt und ermöglichen es, die unterschiedlichen Interessen von unterschiedlichen Generationen miteinander zu verbinden..

Erste Begegnungen mit dem Wasser

Die Freude am und im Wasser beginnt oft schon in den ersten Lebensmonaten. In Bad Boll beispielsweise können Babys beim Babyschwimmen gemeinsam mit ihren Eltern erste Eindrücke sammeln und das Element Wasser spielerisch kennenlernen. Im Lauf der Zeit verändern sich die Wünsche. Dann werden flache Becken, Spielmöglichkeiten und Rutschen interessant. In der Bodensee-Therme Überlingen stehen dafür ein Kleinkinderbereich sowie zwei Wasserrutschen für Kinder ab sechs Jahren zur Verfügung: Carl’s Wellenflitzer und Übi’s Silberblitz. Ideal für den ersten Nervenkitzel im Wasser.

Auch das Leuze in Stuttgart richtet sich mit seinem Kinderland an die jüngsten Badegäste. Auf rund 600 Quadratmetern gibt es ein Badeangebot für Kinder bis etwa sieben Jahre mit Planschbecken und einem Nichtschwimmerbecken für die etwas älteren. Ein interaktives Aquarium, eine Stillecke sowie Wickelmöglichkeiten und weitere familienfreundliche Einrichtungen sind ebenfalls vorhanden.

Familientage und kleine Auszeiten

Viele Thermen ergänzen ihre Angebote um besondere Programmpunkte für Familien. Auch die Keidel Therme in Freiburg bietet mit ihrer Kindersauna die Möglichkeit, Kinder behutsam und spielerisch an das Saunieren heranzuführen. Außerdem gibt es einen Spielplatz im Außenbereich, auf dem sich die Kids nach dem Baden oder Saunieren nach Herzenslust austoben können.

Regelmäßige Familientage schaffen darüber hinaus willkommene Gelegenheiten für gemeinsame Auszeiten. Im Solemar in Bad Dürrheim findet an jedem zweiten Samstag im Monat ein Familientag statt. Spielgeräte im Wasser, wechselnde kindgerechte Animationen und spezielle Aufgüsse gehören dort zum Programm. Dementsprechend sind an diesen Tagen natürlich auch Familien mit Kindern im Saunabereich herzlich willkommen.

© Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim
© Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim

Ein ähnlicher Gedanke steht hinter dem Familiensamstag in der Balinea Therme Bad Bellingen. Hier können Eltern und Kinder gemeinsam Zeit im Thermalwasser verbringen. Ergänzt wird das Angebot durch die Familien-Totes-Meer-Salzgrotte. Kinder ab vier Jahren können dort im wohltuenden Totes-Meer-Salz spielen, während eine Märchenerzählerin Geschichten vorträgt.

Schwimmen lernen und Neues ausprobieren

Für viele Kinder gehören die ersten selbst geschwommenen Meter zu den ganz besonderen, prägenden Erlebnissen. Es entstehen Erinnnerungen, die bleiben. Entsprechend wichtig sind Angebote, die das Schwimmenlernen unterstützen oder Raum zum Üben schaffen.

Im Sport- und Familienbad des Solymar in Bad Mergentheim stehen dafür ein 55 Quadratmeter großer Eltern-Kind-Bereich, ein Sportbecken sowie zwei Rutschen für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren zur Verfügung. So gibt es für unterschiedlichste Altersgruppen passende Möglichkeiten, sich im Wasser auszuprobieren. Auch in Solebad Bad Wimpfen werden Kinderschwimmkurse angeboten. Zusätzlich ist dort samstags Familientag; der Eintritt ist für die eigenen Kinder bis 16 Jahre kostenlos.

Besondere Programmtage setzen weitere Akzente. Dazu zählt der „Plitsch-Platsch-Plansch-Tag“ im ThermalBad Überkingen, der zweimal jährlich stattfindet. Dabei stehen unter anderem Aqua-Bingo, Kindersauna, Abenteuer auf einer kleinen Rutsche sowie verschiedene Wasserspiele auf dem Programm.

© Uwe Ditz – Photography // Kurverwaltung Bad Wimpfen GmbH & Co. KG

Wasserspaß trifft Wohlbefinden

Vom Babyschwimmen über spezielle Kinderbereiche bis hin zu Familientagen und Schwimmkursen: Baden-Württembergs Thermen zeigen, wie vielfältig Familienzeit im Wasser aussehen kann. Sie schaffen Gelegenheiten, gemeinsam Zeit zu genießen, Neues zu entdecken und den Alltag für einige Stunden hinter sich zu lassen.

Ihre besondere Stärke liegt dabei in ihrer Vielfalt: Während Kinder das Wasser auf ihre ganz eigene, altersgerechte Weise erleben können, finden Erwachsene Momente der Entspannung. So werden Thermen zu Orten, an denen Erlebnis und Erholung, Spaß und Wohlbefinden zusammenkommen.


Quellen:

https://rehaklinik-bad-boll.de/therapie-erholung/mineraltherme/schwimmen-fuer-babys/

https://www.keideltherme.de/angebote/kindersauna/

http://www.balinea.de

https://www.thermalbad-ueberkingen.de/index.php?id=24

https://www.solebad-badwimpfen.de/preise-oeffnungszeiten/preise

https://www.solebad-badwimpfen.de/unser-solebad/kurse-weitere-angebote

http://www.solemar.de

https://www.solymar-therme.de/sport-familienbad.html

https://www.stuttgarterbaeder.de/leuze/kinderland

https://www.bodensee-therme.de/familien

Wellness – die persönlichste Art der Erholung in den Heilbädern und Kurorten Baden-Württembergs

Eine Auszeit vom Alltag ist heute für viele Menschen ein wichtiger Baustein ihrer Work-Life-Balance. In den Heilbädern und Kurorten Baden-Württembergs findet diese Auszeit dabei auf ganz besondere Weise statt: eingebettet in kulturgeschichtlich gewachsene Städte und Gemeinden, getragen von natürlichen Heilmitteln und geprägt von einer langen Gesundheits- und Badetradition. Ob ein paar Stunden im Day Spa, ein Wellnesswochenende oder ein längerer Aufenthalt – die Angebote sind vielfältig und reichen von klassischen Anwendungen bis hin zu modernen Wellnesskonzepten, die Erholung, Bewegung und Entspannung miteinander verbinden.

Wellnessangebote in Heilbädern und Kurorten

Wellness in Baden-Württembergs Heilbädern und Kurorten basiert auf natürlichen Ressourcen und bewährten Anwendungen. Thermal- und Solebäder, Moor- oder Kneipp-Anwendungen bilden vielerorts die Grundlage der Angebote. Ergänzt werden sie durch Massagen, Bäder, Saunen und weitere Anwendungen zur Entspannung und Regeneration. Wellness findet dabei sowohl in Thermen als auch in Wellnesshotels und Gesundheitsresorts statt – je nach persönlichem Bedarf als kurze Auszeit oder als bewusst geplanter Erholungsaufenthalt. Die enge Verbindung von Natur, Gesundheit und Erholung prägt das Wellnessverständnis in den Kurorten bis heute.

Von der historischen Badekultur zur modernen Wellness

Die heutige Wellnesslandschaft ist eng mit der traditionellen Badekultur verbunden. Historische Badeanlagen wie die Cassiopaia Therme in Badenweiler, das Friedrichsbad in Baden-Baden oder das Palais Thermal in Bad Wildbad stehen bis heute für eine Tradition, in der das bewusste Baden, die Nutzung natürlichen Thermalwassers und die Kombination aus Architektur, Ruhe und Regeneration eine zentrale Rolle spielen. Diese Orte prägen das Verständnis von Wellness bis heute und zeigen, wie zeitlos und hochwertig Badekultur sein kann.

Auf dieser Grundlage entwickelte sich im Laufe der Zeit eine moderne Wellnesskultur, die stärker auf individuelle Bedürfnisse eingeht. Thermen wie die Adelindis Therme in Bad Buchau oder die Vita Classica Therme in Bad Krozingen verbinden natürliche Heilmittel mit zeitgemäßen Wellnessangeboten. Moderne Architektur, flexible Nutzungsmöglichkeiten und ein erweitertes Angebot an Entspannung und Wohlbefinden ergänzen die bewährten Elemente der Badetradition. Wellness steht heute für eine bewusste Auszeit – getragen von Erfahrung, Qualität und Weiterentwicklung.

Wellness Stars – geprüfte Qualität im Überblick

Wer bei der großen Angebotsvielfalt Wert auf geprüfte Qualität legt, findet diese bei den mit den Wellness Stars zertifizierten Wellnessbereichen in Hotels, Thermen und Gesundheitsresorts. Das Qualitätssiegel gibt es bereits seit dem Jahr 2004. Es zeichnet deutschlandweit Hotels, Thermen und Resorts aus, die festgelegte Qualitätsstandards erfüllen.

Qualitätskriterien der Wellness Stars

Die Qualitätskriterien der Wellness Stars basieren auf langjähriger Erfahrung und dem Austausch mit den Gästen und zeigen, was einen stimmigen Wellnessaufenthalt ausmacht. Bewertet werden unter anderem die Ausstattung und Gestaltung der Wellnessbereiche, die Qualität der Anwendungen, die Qualifikation und das Serviceverständnis des Personals, authentische regionale Bezüge, ganzheitliche Angebotskonzepte sowie Aspekte der Nachhaltigkeit. Je nach Einrichtungstyp – Hotel, Therme oder Gesundheitsresort – gelten segmentspezifische Mindestanforderungen, ergänzt durch ein Punktesystem und die Überprüfung der Dienstleistung. Grundlage dafür sind regelmäßige, unabhängige Audits nach definierten Kriterien, die Transparenz und Vergleichbarkeit schaffen. Für Gäste entsteht so eine klare Orientierung bei der Auswahl eines passenden Wellnessortes.

Wellnesshotels

Mit den Wellness Stars zertifizierte Wellnesshotels verbinden großzügige Spa-Bereiche mit einer Atmosphäre, die Ruhe und Achtsamkeit fördern kann. Sorgfältig gestaltete Räume, ein aufmerksamer Service und Angebote, die Erholung in den Mittelpunkt stellen, prägen das Gesamtbild. Umgeben von Natur, traditionsreichen Thermalquellen und gewachsenen Kurorten entstehen Orte, an denen Bewegung, Kultur und Entspannung auf natürliche Weise zusammenfinden.

Thermen

Thermen, die mit den Wellness-Stars ausgezeichnet wurden, überzeugen durch harmonisch gestaltete Wasser- und Saunalandschaften sowie Wellness- und Beautyangeboten. Ob als Day Spa oder als aktives Erholungsangebot, eine wohltuende und gesundheitsfördernde Auszeit ist garantiert. Für das Qualitätssiegel werden Kriterien wie die Vielfalt und Ausstattung der Becken, die Anzahl der Saunen, Infrarotkabinen und Abkühlungsmöglichkeiten, die Angebotsvielfalt der Treatments und Anwendungen, die Angebotsvielfalt der Beautyangebote, die Serviceorientierung des Betriebes, die Sauberkeit und Sicherheit, die Architektur und die Lage in Bezug auf die Erreichbarkeit geprüft. Ergänzende Prüfungen durch unabhängige Tester stellen – wie im Hotel-Segment – sicher, dass die Qualität regelmäßig überprüft wird und Gäste eine Umgebung vorfinden, die Entspannung und Erholung sicherstellt.

Gesundheitsresorts

Ausgezeichnete Medical-Wellness-Hotels oder Gesundheitsresorts verbinden ein auf die Gäste abgestimmtes Gesundheitsangebot im Wohlfühlambiente mit medizinisch-therapeutischer Betreuung unter ärztlicher Aufsicht. Neben qualifiziertem Fachpersonal kommen ortstypische Heilmittel wie Moor, Sole oder Thermalwasser zum Einsatz, die in vielen Wellnessbehandlungen angewandt werden. So entsteht eine Verbindung aus Erholung, Prävention und gezielter Gesundheitsförderung.

Fazit

In den Heilbädern und Kurorten Baden-Württembergs verbinden sich traditionelle Badekultur mit modernen Wellnessangeboten in geprüfter Qualität. Vom klassischen Thermalbad bis zum zeitgemäßen Gesundheitsresort zeigt sich, wie sich Erholung und Wellness weiterentwickelt haben, ohne ihre gesundheitsorientierten Grundlagen zu verlieren. Die Wellness Stars machen diese Qualität sichtbar und bieten verlässliche Orientierung für alle, die bewusst entspannen und Erholung auf hohem Niveau suchen.


Quellen:

natur.erholt – Heilbäder, Kurorte & Wellness in Baden-Württemberg
https://naturerholt.de/
https://naturerholt.de/offers_category/erde/
https://naturerholt.de/offers_category/wasser/
https://naturerholt.de/offers_category/luft/
https://naturerholt.de/pauschalangebote/

Wellness Stars Deutschland – Qualität & Zertifizierung
https://www.wellness-stars.de/
https://www.wellness-stars.de/Unsere-besten-Wellnesshotels-in-Deutschland
https://www.wellness-stars.de/Hotels/Ausgezeichnete-Wellnesshotels-in-Baden-Wuerttemberg
https://www.wellness-stars.de/Unsere-besten-Thermen-in-Deutschland
https://www.wellness-stars.de/Gesundheitsresorts
https://www.wellness-stars.de/Ueber-die-Wellness-Stars
https://www.wellness-stars.de/Die-Wellness-Stars-Zertifizierung
https://www.wellness-stars.de/Das-Wellness-Stars-Qualitaetssiegel
https://www.wellness-stars.de/Unser-Qualitaetsversprechen-fuer-Wellnessgaeste
https://www.wellness-stars.de/Wellness-Angebote
https://www.wellness-stars.de/Wellness-Angebote/Day-Spa-Angebote
https://www.wellness-stars.de/Wellness-Angebote/Wellness-Wochenende-in-Deutschland

Ergänzende Grundlage
Magazin „Erfrisch dich“, Seiten 27–29

Die Moorregion Oberschwaben

Ob sanfte Hügel, glasklare Badeseen oder uralte Moorlandschaften: In Oberschwaben zeigt sich die Natur von ihrer ursprünglichsten Seite. Seit der letzten Eiszeit prägt das Moor die Landschaft, welche geheimnisvoll, beruhigend und voller Leben ist. Diese Idylle mit charmanten, historischen Orten und einer Vielfalt an natürlichen Highlights lädt dazu ein, entdeckt zu werden. Ein Ort, an dem man wortwörtlich ins Moor eintaucht und die Kraft eines besonderen Ökosystems spürt. 

Naturparadies und Lebensraum

Die Moorregion in Baden-Württemberg, genauer in Oberschwaben, ist ein einzigartiger Naturraum mit Geschichte:  Vor rund 12.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit, entstanden hier Hoch- und Niedermoore, die bis heute die Region prägen. Diese sind weit mehr als faszinierende Naturkulissen, sie sind Lebensräume voller Artenvielfalt und zugleich Rückzugsorte für alle, die Ruhe und Regeneration suchen. Auf zahlreichen Wander- und Radwegen lässt sich das hautnah erleben. Ob bei Outdoor-Aktivitäten oder in wohltuenden Moorbädern: Die heilende Kraft des Moors macht jede Begegnung zu etwas Besonderem. Zahlreiche Initiativen und Vereine setzen sich für den Erhalt dieser Ökosysteme ein und laden Groß und Klein dazu ein, sie bewusst zu entdecken. 

Drei Moor-Highlights auf einen Blick:

Das Federseemoor in Bad Buchau: Ein 1,5 km langer Holzsteg führt tief ins Schilf und bietet das ganze Jahr über Naturerlebnisse. Bei klarem Wetter reicht der Blick vom Aussichtsturm bis zu den Alpen. 

Das Wurzacher Ried: Die „Riedrunde“ führt durch eine der schönsten Hochmoorlandschaften Süddeutschlands, mit eindrucksvollen Einblicken bis zurück zur Eiszeit. 

Das Steinacher Ried bei Bad Wurzach: Ein Rundwanderweg führt durch diese ursprünglichen Moore und zeigt, wie über Jahrtausende ein Hochmoor entstanden ist. 

Moorbaden – Wellness und Heilmittel

Das Moor ist nicht nur ein landschaftliches Highlight, sondern auch ein bewährtes Heilmittel. Besonders in den Moorheilbädern von Bad Buchau, Bad Wurzach und Bad Waldsee entfaltet der wertvolle Torf seine wohltuende Wirkung bei Gelenkbeschwerden, Stoffwechselstörungen oder einfach zur Tiefenentspannung. Mit Thermalwasser auf angenehme 45 Grad erwärmt, kann der Torf zu einem heilsamen Bad für Körper und Seele werden. Ein Erlebnis, das Erholung und Regeneration auf ganz natürliche Weise vereint. Wichtig: vor dem Moorbad ist ein ärztliches Vorgespräch erforderlich, damit der Anwendung nichts im Wege steht. 

Aktivitäten der Region:

Neben den Mooren bietet Oberschwaben zahlreiche weitere Möglichkeiten für Outdoor-Abenteuer, Wasserfreuden und Entspannung: 

Hoch hinaus im Kletterwald
Für alle, die Bewegung und Natur verbinden möchten, bietet der Kletterwald in Bad Waldsee sportliche Herausforderungen mitten im Grünen. In luftigen Höhen können Besucher den Wald aus einer neuen Perspektive betrachten.

Der Wackelwald
Ein echtes Highlight für große und kleine Entdecker ist der Wackelwald in Bad Buchau. Über einen spannenden Naturerlebnispfad geht es durch einen moorigen Wald mit „wackelndem“ Boden. Definitiv ein Erlebnis, das man nicht vergisst. 

Der NaturThemenPark  
Der NaturThemenPark in Bad Saulgau ist etwas für die ganze Familie. Dort kann man anhand 12 interaktiver Naturerlebnisstationen die vielfältige Natur der Region entdecken. 

Entspannung pur mit Kneipp & Moor
Für ganzheitliche Erholung ist Bad Waldsee eine wahre Wohlfühloase. Hier trifft die Kraft der Erde auf die heilende Wirkung der Kneipp-Therapie. Der älteste und größte Kneipp-Verein Deutschlands hat hier seine Heimat. 

Fazit

Oberschwaben vereint Naturschönheit, Heilkraft und kulturelle Vielfalt. In den Kurorten wie Bad Buchau, Bad Wurzach, Bad Waldsee oder Bad Saulgau finden Erholungssuchende Ruhe und neue Kraft. Die Region entschleunigt, inspiriert und bleibt im Herzen. Ein Ausflug lohnt sich für alle Sinne. 


Referenzen

Entspann dich Magazin:  https://www.yumpu.com/de/document/read/69092890/magazin-entspann-dich
Erhol dich Magazin: https://www.yumpu.com/de/document/read/65390659/erhol-dich-das-magazin-uber-walderholung-und-mehr
Tourismus Bad Saulgau: https://www.bad-saulgau-erleben.de/naturerleben/naturthemenpark/

Wohlfühloasen – Kurparks in Baden-Württemberg

Was wäre ein Kurort ohne seinen Kurpark? Nur halb so schön. Kurparks gibt es seit Jahrhunderten – sie sind Oasen der Ruhe und fester Bestandteil der Gesundheitskultur. Hier trifft landschaftliche Schönheit auf therapeutische Wirkung: Ob beim Spaziergang, bei Atemübungen im Freien oder einfach beim Innehalten auf einer Parkbank – Kurparks bieten Erholung pur und fördern aktiv das Wohlbefinden. Doch was macht einen Kurpark aus? Und wo in Baden-Württemberg findet man besonders schöne Exemplare? 

Was ist ein Kurpark

Kein Kurort ohne Kurpark – Bereits im 17. Jahrhundert entstanden die ersten Kurparks, die sich zu einem eigenständigen Siedlungstyp in Europa entwickelten und zentraler Bestandteil vieler Kurstädte wurden. Aber was macht ein Kurpark aus? Kurparks waren mehr als schön gestaltete Parks, sie spielten eine entscheidende Rolle im traditionellen europäischen Kurwesen. Sie kombinierten therapeutische Anwendungen mit Bewegung, gesunder Luft und gesellschaftlichen Veranstaltungen. Bis heute verbinden sie Gesundheit, Natur und Kultur auf ganz besondere Weise und laden zur Erholung ein. 

Voraussetzungen für einen Kurpark

So zahlreich und vielgestaltig, wie die Kurorte in Europа sind auch deren Kurgärten und Kurparks. Im März 2015 wurden im Rahmen einer internationalen Fachtagung in Baden-Baden die gestalterischen, funktionalen und historischen Qualitäten dieser Anlagen intensiv beleuchtet. 

Charakteristisch für viele Kurparks sind Elemente wie Brunnenalleen, Konzertmuscheln, kunstvoll bepflanzte Teppichbeete oder großzügige Promenaden. Sie stehen in enger Wechselbeziehung mit dem städtebaulichen Umfeld und der umliegenden Kulturlandschaft. Die Frage, wie mit diesem kulturellen Erbe umzugehen ist, spielt nicht zuletzt im Kontext der UNESCO-Initiative „Great Spas of Europe“ eine bedeutende Rolle – denn ein Kurpark ist immer auch ein lebendiges Denkmal. 

5 schöne Kurparks in Baden-Württemberg

Überlingen am Bodensee

Der Badpark in Überlingen war einst der Garten eines Kapuzinerklosters und ist seit 1953 offiziell als Kurpark ausgewiesen. Heute lädt er mit einem beeindruckenden, denkmalgeschützten Baumbestand, stilvollen Sitzbänken am See und einer malerischen Promenade zum Entspannen ein. Ein jährliches Highlight: das Promenadenfest im Kurpark und auf der Promenade direkt am See.

Baden-Baden

Der Kurgarten liegt direkt vor dem Kurhaus und ist eine grüne Oase im Herzen der Stadt. Besonders sind die Blumenrabatten, die passend zur Jahreszeit in wechselnden Farbnuancen gepflanzt werden. Außerdem ist der Park ein internationaler Treffpunkt der Stadt und Veranstaltungsort für vielfältige Events.

Bad Mergentheim

Eine echte Oase der Ruhe und Entspannung ist der Kurpark in Bad Mergentheim. Hier trifft Naturidylle auf Gesundheitskompetenz: 200 Jahre alte Heilquellen, ein Gradierpavillon zur Atemtherapie und Fitnessangebote im äußeren Kurgarten sorgen für Erholung auf vielen Ebenen. Außerdem finden dort kulturelle Veranstaltungen wie Kurkonzerte oder das Kurparkfest statt.

Bad Liebenzell

Der idyllische Kurpark im Herzen der Stadt bietet mit seiner über 300 Jahre alten Lindenallee direkt am Nagoldufer, dem Kurpark-See und zahlreichen romantischen Ecken und Winkeln erholsame Momente. Ein besonderes Highlight ist die Trinkhalle mit Quellwasser aus der berühmten Paracelsusquelle. Bei Veranstaltungen, wie dem Lichterfest, verwandeln stimmungsvolle Lichtinstallation den Park in ein buntes Farbenmeer.

Bad Boll

Der Kurpark in Bad Boll begeistert mit einem eindrucksvollen Baumbestand aus dem 19. Jahrhundert und einer liebevoll restaurierten Wandelhalle im Biedermeierstil. Die Anlage lädt zum Flanieren, Verweilen und Genießen ein – egal ob auf verschlungenen Pfaden oder entlang der mit Rosen geschmückten Wandelhalle.

Bad Schönborn

Der Sole-Aktiv-Park ist eine grüne Oase, die Erholung mit aktiven Erlebnissen verbindet. Auf dem Sole-Erlebnisweg warten spannende Entdeckungen, während Barfuß- und Bewegungsparcours, Kneippbecken und der Green-Fitness-Parcours zu körperlicher Aktivität einladen. In den Sinnesgärten können Besucher Klängen lauschen, und Düfte und Aromen der Kräuter und Früchte riechen und schmecken. Für Kinder gibt es einen Sandspielplatz am Bach, und im Biergarten, der von Mai bis Oktober geöffnet ist, gibt es erfrischende Getränke und leckere Speisen.

Fazit

Baden-Württemberg bietet sehr viele schöne Kurparks, weit mehr als hier aufgelistet. Sie sind definitiv alle einen Besuch wert und bieten Entspannung für Körper und Geist. 


Referenzen

https://www.denkmalpflege-bw.de/fileadmin/media/denkmalpflege-bw/publikationen_und_service/03_reihen/bau-und-kunst/arbeitshefte/AH39_Klappentext.pdf

https://www.echt-bodensee.de/attraktion/badgarten-ueberlingen-18ce3e2f6e

https://kurhaus-badenbaden.de/de/kurgarten

https://visit.bad-mergentheim.de/de/gesundheit-erholung/entspannung-sport-spiel

https://visit.bad-mergentheim.de/de/gesundheit-erholung/kurpark-kuranlagen

https://www.tourismus-bad-liebenzell.de/wp-content/uploads/2024/01/Kurpark-Flyer-2024-1.pdf

https://www.schwaebischealb.de/attraktionen/kurpark-bad-boll#/article/eb9e8429-4ef2-48b5-94ed-172080a4bd89

https://www.tourenplaner.lkgp.de/de/poi/freizeitaktivitaet/kurpark-bad-boll/66675166

https://www.bad-boll.de/kurpark-und-wandelhalle

https://www.bad-schoenborn.de/sole-aktiv-park

Moorphänomen: Wackelwald in Bad Buchau

Ein besonderes Moorphänomen am Ortsrand von Bad Buchau ist der sogenannte Wackelwald. Er ist ein besonderes Ausflugsziel für die ganze Familie und ist für jeden interessierten Besucher offen zugänglich.

Woher kommt der Name Wackelwald?

Ganz einfach, die Bäume des Waldes stehen auf Moorboden, der durch die Verlandung des nacheiszeitlichen Federsees entstanden ist. Zwischen den Wurzeln der Bäume und Pflanzen hat sich eine stabile Deckschicht gebildet, unter der schwammig weicher Torfboden ist. Bei jedem Schritt gibt der Boden nach und somit federt er. Dadurch ist er nicht nur bei Besuchern, sondern auch Einheimischen zum Beispiel zum Joggen sehr beliebt.

Geschichte des Waldes:

Früher befand sich im Wald ein Eisweiher, der von einer Brauerei zur Kühlung des Bierkellers verwendet wurde. Nach der Aufforstung entstand hier später ein Fichtenwald. Heute wird der Wald nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt und entwickelt sich weiter zu einem naturnahen Moorwald.


Pflanzen und Tiere des Waldes:

Der Wald ist nicht nur ein beliebter Ausflugsort, er ist auch Lebensraum für eine Vielzahl an Bäumen, Pflanzen und Tieren, die den Moorwald ihr Zuhause nennen:

Pflanzen und Bäume:

  • Moorbirke
  • Kiefer
  • Fichte
  • Eberesche
  • Verschiedene Weidearten

Tiere:

  • Eichhörnchen
  • Specht 
  • Singvogel
  • Reh

Den Wald über den Wackelwald-Pfad entdecken:

Der Wackelwald-Pfad ist ein ca. 600 Meter langer Naturerlebnispfad des NABU der ausgehend vom Federseeparkplatz über 8 Stationen durch den Wackelwald führt. An den Mitmach-Stationen und Aussichtspunkten erfahren große und kleine Naturfreunde etwas über die Entstehung des Federseemoors und die Bewohner des Waldes. 

Mitmach-Stationen:

  1. Lebensgemeinschaft Wald
  2. Warum wackelt der Wald?
  3. Tasten statt sehen
  4. Aussichtsplattform Streuwiese
  5. Aussichtsturm Säugetiere im Federseemoor
  6. Höre, sehe, schweige
  7. Baumtelefon
  8. Amphibienteich

Kleiner Tipp: Wer noch mehr Walderlebnis haben möchte, kann sich im NABU Naturschutzzentrum gegen eine kleine Gebühr einen fertig gepackten Naturerkundungs-Rucksack ausleihen.

Fasten am Bodensee – Überlingens Weg zur Erholung

© Überlingen Marketing und Tourismus GmbH

Die Tage werden länger, die Natur erblüht. Für viele Menschen beginnt jetzt eine Zeit der Transformation: Die Fastenzeit. Der bewusste Verzicht markiert nicht nur im kirchlichen Sinne eine Phase der Reinigung und Besinnung, sondern hat sich auch zu einem modernen Lifestyle entwickelt, der Körper und Geist in Einklang bringt und zu neuem Lebensgefühl anregt. Im malerischen Überlingen am Bodensee wird das Fasten als Chance begriffen, den eigenen Lebensstil zu reflektieren und neue Wege zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden einzuschlagen.

Überlingens Fastentradition 

Überlingen, mit seiner idyllischen Lage am Bodensee, hat eine lange Tradition als Ort der Erholung und des Fastens. Schon seit Jahrzehnten zieht es Fastenwillige aus aller Welt zu diesem Zweck in die friedvolle Umgebung. Angezogen von der Klarheit des Sees und der Ruhe der Natur finden Menschen hier den idealen Rückzugsort, um durch Fasten Körper und Geist zu entlasten.

Fastenmethoden in Überlingen

Fastenmethoden sind so vielfältig wie ihre Anwender. In Überlingen stehen insbesondere drei Ansätze im Fokus:

  1. Heilfasten nach Buchinger Wilhelmi 
    • Die heutige Klinik Buchinger Wilhelmi wurde 1953 von Otto Buchingers Tochter und ihrem Mann gegründet. Begleitet durch ein multidisziplinäres Team wird hier das Fasten als therapeutisches Mittel für eine Vielzahl von Zivilisationskrankheiten eingesetzt. Neben Fastenärzten gehören auch Spezialisten aus den Bereichen Physiotherapie, Sport, Psychotherapie und Ernährungswissenschaft zum begleitenden Team. Musik, Kunst und spirituelle Elemente bereichern das Fastenerlebnis.
  2. F.X. Mayr-Kur 
    • Basierend auf der Typenlehre nach Dr. Franz-Xaver Mayr fokussiert sich diese Kur auf den Zusammenhang zwischen Darm und Gesundheit. Daher behandeln Mayr-Ärzte auch den Bauch manuell. Die Kur säubert, entlastet und regeneriert. Dieses Konzept wird im F.X. Mayr Zentrum Bodensee sowie im Überlinger Strandhotel Seehof praktiziert.
  3. Basenfasten
    • Als sanfter Ansatz bietet das Basenfasten im Gesundheitszentrum RÖTHER eine genussvolle Alternative zum traditionellen Fasten. Das Ziel: Übersäuerung mittels reduzierter, basischer Kost entgegenwirken und den Körper entlasten. Ergänzt wird das diätische Konzept durch ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept.
© Überlingen Marketing und Tourismus GmbH
© Überlingen Marketing und Tourismus GmbH

Fasten im Alltag

Für die Anwendung zu Hause sind Teilfasten-Methoden verträglicher als Totalfasten. Hier werden nur bestimmte Lebensmittel vermieden, wie etwa Alkohol, tierische Produkte, Zucker oder Süßgetränke. Die Fastenzeit kann so auch eine langfristige Wirkung auf Ernährungsbewusstsein, Gesundheit und Ausgewogenheit entfalten.

Auch beliebt: Das sogenannte "Intervallfasten". Hier gibt man dem Verdauungssystem durch längere Pausen zwischen den Mahlzeiten mehr Zeit, um zur Ruhe zu kommen. 

Im Gespräch mit Biathlon-Gold-Gewinnerin Anja Wicker

Anja Wicker hat einen klaren Fokus – auch bei der Regeneration. Die Paralympics-Siegerin entspannt gerne in Heilbädern.

Mit 13 Jahren startete die 1991 geborene Stuttgarter Biathletin bereits mit dem Langlaufschlitten, seit 2006 bei Wettkämpfen in Langlauf und Biathlon. Neben vielen weiteren Erfolgen gewann sie 2014 Gold in Sotchi auf der 10-km-Biathlon-Distanz und wurde 2017 Weltmeisterin über 12,5 Kilometer. 2022 kehrte sie von den Paralympics in Peking mit einer Bronzemedaille zurück. Hier erzählt sie, was sie an ihrem Sport liebt, wie wichtig Regeneration ist und warum es ihr die Solekammer im Bad Krozinger Thermalbad so angetan hat.

© Adrian Stykowski

Frau Wicker, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem „Platz auf dem Treppchen“ in Peking. Wie lange haben Sie denn gebraucht, um sich von Ihrer Glanzleistung in der Loipe zu erholen?

Am liebsten wollte ich vier Wochen durchschlafen, aber inzwischen habe ich mich gut erholt. Ich habe mir aber schon eine längere Pause gegönnt, das ist in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen. Ein bisschen Sport mache ich dann zwar auch, nur nenne ich das ausdrücklich nicht Training.

Sie sind auch eine sehr starke Lang-läuferin, haben dort auch schon Medaillen geholt. Warum starten Sie vor allem im Biathlon?

Es reizt mich schon, im Langlauf konkurrenzfähig zu sein. Aber Biathlon wird immer mein Fokus sein. Die Kombination aus totalem Verausgaben auf der Strecke und präzisem Arbeiten am Schießstand ist eine große Herausforderung und einfach meine Leidenschaft.

Nachdem Sie in Sotchi Gold gewonnen haben – wie bewerten Sie Ihre aktuelle Bronzemedaille?

Die Goldmedaille in Sotchi bedeutet mir auf jeden Fall am meisten. Ich kann mich noch an viele Momente während des Rennens erinnern. Da bekomme ich heute noch Gänsehaut. Aber nachdem bei den Paralympics in Südkorea gar keine Medaille drin war, bin ich über meinen dritten Platz schon über-glücklich, zumal ich fünf Strafrunden aufzuholen hatte.

Wie oft müssen Sie denn eigentlich trainieren für solche Erfolge? 

Mein Trainingsjahr beginnt immer am 1. Mai. Die ersten Monate stehen besonders Ausdauer- und Krafttraining im Vordergrund. Je näher die Saison rückt, desto häufiger werden die intensiven Einheiten. Im Schnitt trainiere ich sechs Tage die Woche in der Regel zweimal täglich. Da komme ich dann auf zehn bis 18 Stunden.

Wie wichtig ist dann die Raegeneration? Und wo regenerieren Sie am liebsten?

Regeneration ist ein sehr wichtiger Aspekt des Trainingsalltags. Wenn man das in einer Kurklinik wie in Bad Krozingen mit Thermalwasser machen kann, ist das natürlich super. Jeden Abend in die Solekammer zu gehen, war für mich eine tolle Möglichkeit, mal der Lunge ganz speziell etwas Gutes zu tun.

Vielen Dank für das Gespräch – und weiterhin ganz viel Erfolg!

Vita Classica

Das Bad Krozinger Thermalbad - die Vita Classica - entwickelte sich zum stilvollen und zugleich funktionalen Badepalast mit großzügiger Therme, einem Saunaparadies und dem Wohlfühlhaus. Die Solekammer gehört zu den besonderen Erlebnissen der Therme. Das Innere ist ein allergenfreier Raum aus Salz, Glas und naturbelassenem Holz mit einem hochwertigen Mikroklima. Termine für den Besuch der Solekabine sind online buchbar.

Vom Boxchamp zum Saunachef – Toni Sabery

Tohid "Toni" Sabery heizt nicht mehr Gegnern, sondern Gästen ein: Handtuch schwingen statt Handtuch werfen. In seinen 66 gewonnenen Boxkämpfen hat er nie das Handtuch geworfen. Und auch jetzt schwingt er es nur elegant, um den zischenden Aufguss durch den ganzen Raum zu verteilen. Davor begrüßt „Toni“ Sabery seine Gäste mit einer kleinen Ansprache: 

"Herzlich willkommen zu meiner Aromaduftreise. Pfefferminz, Orange und Zitrone in Kombination mit Menthol befreien die Nase und kühlen die Haut. Falls es Ihnen zu heiß wird, setzen Sie sich erst einmal eine Etage weiter nach unten. Sie können auch jederzeit den Raum verlassen. Draußen gehen Sie bitte ein paar Schritte, um den Kreislauf anzuregen und gießen sich dann von unten nach oben und von oben nach unten mit dem Kaltwasserschlauch ab. Mein Aufguss dauert 8-10 Minuten. Und nun viel Spaß und gut schwitzen!“

Dem Boxen ist Tohid Sabery als Trainer für Kinder und Jugendliche verbunden geblieben. Seine eigentliche Berufung hat er jedoch in der Sauna gefunden. Nach einer Weiterbildung beim Deutschen Saunabund darf sich der ausgebildete Bademeister seit einigen Jahren auch Saunameister nennen. Heute „heizt“ er den Saunierenden drei- bis viermal täglich mit speziellen Aufgüssen ein und ist eines der bekanntesten Gesichter der Aqualon Therme in Bad Säckingen.

Wissenswertes vom Saunameister

Vor der Sauna: Was bringt ein warmes Fußbad?

Viele Menschen wissen gar nicht, warum man ein warmes Fußbad vor dem Saunabesuch nehmen sollte – ist doch schon heiß genug? Warme Fußbäder sind jedoch ein wichtiger Bestandteil des Saunagangs und helfen, Schwindelgefühle durch einen überforderten Kreislauf zu vermeiden. 

Vor der Sauna bereitet ein warmes Fußbad den Kreislauf auf die Wärme vor und aktiviert die Schweißdrüsen. Es hilft aber auch beim Abkühlen: Der „Kälteschock“ durch Schwallbrause oder Tauchbecken bewirkt nämlich auch, dass sich die Gefäße zusammenziehen. Das Blut kann dann schlechter zirkulieren und die Wärme nicht optimal abführen. Durch das warme Fußbad weiten sich die Gefäße wieder, Durchblutung und damit auch Abkühlung funktionieren besser. Langes Nachschwitzen nach der Sauna wird so reduziert.

Was geschieht beim Aufguss? 

Die Steine zischen, der Wasserdampf steigt auf, sinkt dann als heißer Nebel herab und lässt die gefühlte Temperatur sprunghaft ansteigen. Der Saunameister schwingt sein Handtuch oder einen Fächer mit einer speziellen Technik, die das aromatisierte Gemisch aus Duftölen und Wasser im ganzen Raum verteilt. Der Dampf legt sich auf die Haut, dringt tief in die Poren ein, weitet die Lungen – und nach dem ersten Hitzeschock fühlt man sich einfach nur gesund.

Wie kühlt man sich am besten ab?

Direkt nach der Sauna ins Tauchbecken zu springen, ist keine gute Idee. Das kann leicht zum Kreislaufkollaps führen. Ich empfehle, erst einmal ganz gemütlich ein paar Schritte durch den Saunabereich zu schlendern und dann den Körper langsam von unten nach oben abzukühlen. Ob man dabei zum klassischen „Kneipp“-Schlauch greift oder an der Schwalldusche zieht, in unterschiedlich temperierte Becken taucht oder eine Runde im zehn Grad kalten Naturbadebecken dreht, ist Geschmackssache. Mach das, wobei du dich wohlfühlst!

Aqualon Therme

Die Aqualon Therme in Bad Säckingen erwartet dich mit fünf verschiedenen Saunen und Temperaturen zwischen 80 und 90 Grad Celsius. Wunderschön gestaltete Ruheräume laden zum Relaxen ein, im Außenbereich mit Naturbadebecken kann man „naturnah“ abkühlen. Die Aqualon Therme wurde von der Wellness Stars Deutschland GmbH mit fünf Sternen ausgezeichnet.

Wohltuende Erde: Expedition ins Moor

Faszinierendes Ausflugsziel, Katalysator kindlicher Fantasien und natürliches Heilmittel. Ein Besuch in den Moorheilbädern Baden-Württembergs lohnt sich immer – als Naturerlebnis, Familienausflug oder Wellnesstrip.

Wohltuende Wirkung

Eine Badewanne voller Moor sieht erst einmal nicht sehr einladend aus, fühlt sich aber umso besser an. Schon die Zusammensetzung aus Thermalwasser mit den wertvollen Inhalten des Torfs sorgt für sofortige Tiefenentspannung und Schmerzlinderung.

Für die fast schon „magische“ Wirkung eines Moorbades bei Arthrosen, rheumatischen Erkrankungen und chronischen Schmerzen ist aber etwas anderes entscheidend: 

Moorschlamm gibt seine Wärme wesentlich langsamer als Wasser ab. So kann die Wärme tiefer in den Körper einwirken und die Körperkerntemperatur in kurzer Zeit auf bis zu 40 °C erhöhen. 

Moorbad in Bad Buchau, © Ingo Rack.

Was dieses „künstlichen Fieber“ bewirkt:

Bad Buchau: Begehbares Moor am Federsee

Gleich am Ortsrand von Bad Buchau liegt ein echtes Naturparadies: Die Moorlandschaft des Federsees beherbergt mehr als 265 Vogelarten und trägt das Prädikat „Europareservat“. Hier kommt man der einzigartigen Moorlandschaft, ihren Pflanzen und Tieren so nahe wie wohl nirgends sonst – denn der Federsee ist jedoch durch einen 1,5 Kilometer langen Steg aus Holzbohlen erschlossen. 

Federseesteg
Wackelwald, © TMBW / Foto: Stefan Kuhn

Auch der Wackelwald ist begehbares Moor: Zwischen den Wurzeln der Bäume und anderer Pflanzen hat sich eine stabile Deckschicht entwickelt – aber darunter liegt schwammig weicher Torfboden. So gibt der Boden bei jedem Schritt ein wenig nach und federt dann wieder zurück. Ein unvergessliches Gefühl, das übrigens auch Sportler sehr schätzen. Die Joggingstrecke durch den Wald ist bei Einheimischen und Gästen sehr beliebt.

Moorheilbäder in Baden-Württemberg

Insgesamt 5 Moorheilbäder gibt es verteilt in Baden-Württemberg. 3 davon in Oberschwaben, 2 im Schwarzwald. Sie alle locken mit besonderen Erlebnissen, echten Naturschätzen und entschleunigenden Wellnessangeboten.

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